Wo ist Gott im Leid?

Wir leben in einer zerbrochenen Welt, in der es viel Leid gibt. Leid ist auch Teil des christlichen Lebens (Römer 8,17). Manche Menschen sagen, dass Gott alle deine Probleme, Krankheiten und Armut sofort wegnehmen wird, wenn du an Ihn glaubst. Aber die Bibel sagt uns was anderes.

Wunderbares Erbe

Gott hat für uns ein wunderbares Erbe vorbereitet, in dem Krankheit, Tod und Leid der Vergangenheit angehören (Offenbarung 21,1-4), aber während wir in dieser Welt leben, können wir sicher sein, dass Leiden dazugehört (2. Korinther 1,5).
In Römer 8,28 heißt es: „Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten“. Alles, was in unserem Leben geschieht, einschließlich Krankheit, Tod von Angehörigen oder Verlust von Eigentum. Gott benutzt diese Dinge, um uns seinem Sohn ähnlich werden zu lassen (Römer 8,29). Selbst diese hässlichen Dinge werden von Gott zu einem guten Zweck benutzt, nämlich um uns in das Bild seines Sohnes zu verwandeln.

Gott ist mit uns

Römer 8,36 zitiert aus Psalm 44. Psalm 44 ist eine Klage an Gott, dass Er sein Volk verworfen hat, dass Er es wie Schafe zum Schlachten verkauft hat. In Römer 8 wird die Klage umgedreht. Leid bedeutet nicht, dass Gott uns verworfen hat. Dieses Kapitel versichert uns, dass Gott auch inmitten von Schmerz und Leid bei uns ist. Nichts, absolut nichts, kann uns von seiner Liebe trennen (Römer 8,37-39). Jesus starb am Kreuz und in diesen dunklen Stunden war Er von Gottes Liebe getrennt (Matthäus 27,46). Er trug unsere Sünden. Durch sein Leiden können wir uns nun der unerschütterlichen Liebe Gottes zu uns unter allen Umständen gewiss sein.

Leid kann sich wie eine große, unkontrollierbare Welle anfühlen, die uns zu überwältigen und zu verschlingen scheint. Psalm 42,7 spricht von dieser Erfahrung. Aber Gott ist mittendrin, direkt bei dem Menschen, der leidet, als der Fels, auf den man sich verlassen kann. Er ist ein Schutzraum, in den wir uns jederzeit flüchten können (Psalm 18,3; 27,5).

Inwiefern macht Gottes Gegenwart im Leid einen Unterschied?

Was bewirkt Gottes Gegenwart im Leid? Welchen Nutzen haben wir davon, wenn sie uns das Leid nicht nimmt? Gott hat uns geschaffen, um Ihm nahe zu sein. Er hat uns geschaffen, damit wir eine Beziehung zu Ihm haben. In der zerbrochenen Welt von heute nimmt Er diese Zerbrochenheit und kehrt sie um, um sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Er benutzt das Leid in unserem Leben, um uns in seinen Schoß zu ziehen. Auf diese Weise erfüllt Er den Zweck unseres Lebens, nämlich eine innige Beziehung mit Ihm zu haben.

Wie ist unsere Reaktion auf diese Situation? Wir können uns über den Schmerz ärgern, den Gott in unser Leben kommen lässt. Wir könnten ihn zum Anlass nehmen, uns von Ihm abzuwenden. Wenn wir das tun, verpassen wir das gute Ergebnis, das Leid bewirken kann. Gott ist in der Lage, die schrecklichsten Dinge in unserem Leben zu nehmen, einschließlich der Dinge, die durch unsere eigenen Sünden verursacht werden! Er kann sie nehmen und sie benutzen, um uns näher zu Ihm zu ziehen, wenn wir Ihn lassen.

Die Herrlichkeit, die offenbart werden wird

All das Leid in dieser Welt wiegt nicht die Herrlichkeit auf, die uns offenbart werden wird (Römer 8,18). Paulus sagt, dass es sich nicht lohnt, sie zu vergleichen. Mit anderen Worten: Die Herrlichkeit wird viel größer sein als das Leid. Das mag schwer zu glauben sein, aber es ist die Wahrheit, die uns die Bibel lehrt. Und die Wahrheit macht frei (Johannes 8,32).

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