(Anmerkung: die Zitate stammen aus der Elberfelder Bibel)
Wenn jemand wiedergeboren wird und auf den Herrn Jesus für seine/ihre Erlösung vertraut, beginnt der Heilige Geist, diesen Menschen zu verändern (2. Korinther 4,16). Dadurch wird die Frucht des Geistes im Leben des Gläubigen sichtbar: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5,22). Deine Gedanken auf den Heiligen Geist zu richten, bedeutet Leben und Frieden (Römer 8,6). Römer 8,2 sagt uns: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“. Durch die Innewohnung des Geistes ist der Gläubige in der Lage, sein Leben frei von der Sklaverei der Sünde zu führen. Der Geist erneuert das Denken und Handeln.
Diese Texte scheinen zu suggerieren, dass sündhafte Gewohnheiten im Leben eines wahren Gläubigen keine Rolle mehr spielen sollten. Aber viele Menschen, die Jesus nachfolgen, scheinen sich davon nicht lösen zu können und sind nicht in der Lage, diese zu überwinden. Wie ist das möglich, wenn der Heilige Geist in einem solchen Menschen wohnt und ihn oder sie erneuern will?
Aktive Mitwirkung des Gläubigen
Obwohl die Erneuerung des Geistes und des Herzens das Werk des Heiligen Geistes ist, erfordert sie auch die aktive Mitwirkung des Gläubigen. Paulus spornt uns an: „Werdet verwandelt durch die Erneuerung unseres Sinnes.“ (Römer 12,2) und zieht den neuen Menschen an (Kolosser 3,10). Das bedeutet, dass man sich aktiv vom sündigen alten Leben abwendet, indem man seine Sünden bekennt. Es bedeutet, dass man sein Denken und seine Prioritäten neu ordnen muss. Wie geht man das an? Es hilft, sich eine neue Gewohnheit anzueignen, indem man Zeit mit dem Herrn verbringt, indem man sein Wort liest und betet. Dadurch kann der Heilige Geist in dir wirken und dich verändern. Es hilft, die Gemeinschaft von hingegebenen Menschen zu suchen, die dir helfen können, ein Leben nach dem Willen Gottes zu führen. Alleine Christ zu sein ist sehr schwer. Es ist Gottes Absicht, dass Brüder und Schwestern sich treffen und sich gegenseitig im Glauben stärken (Hebräer 10,24-25).
Halte dich fern von …
Um schlechte Gewohnheiten zu überwinden, muss man sich auch von Situationen fernhalten, die einen dazu verleiten könnten, erneut zu sündigen. Hast du Probleme mit Pornografie? Installiere ein Programm auf deinem Computer, das dich daran hindert, pornografische Websites zu besuchen. Bist du verheiratet und verliebst dich in einen/eine Kollegen/Kollegin? Versuche, ihn oder sie zu meiden, und suche nach Möglichkeiten, deine Ehe zu stärken. Die Bibel fordert uns auf, „die Unzucht zu fliehen” oder sexuelle Unmoral (1. Korinther 6,18). In 1. Timotheus 6,10-11 sagt Paulus zu Timotheus, dass er der Geldsucht entfliehen und nach Gottesfurcht streben soll. Das hat alles mit der Richtung zu tun, die man einschlägt. Petrus warnt uns, nüchtern und wachsam zu sein, denn der Teufel sucht nach denen, die er verschlingen kann (1. Petrus 5,7-9).
Näher zum Herrn Jesus
Selbst wenn du wieder in eine alte Sünde zurückfällst, zögere nicht, dich an den Herrn Jesus zu wenden. In Hebräer 4,15-16 heißt es: „…denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Lass niemals Sünde zwischen dich und Jesus kommen, auch wenn es sich nur um eine schlechte Angewohnheit handelt. Bete zu ihm in Zeiten der Not, und er wird dir einen Ausgang schaffen (1. Korinther 10,13), wenn du wirklich bereit bist, diesen Weg zu gehen. Gott ist treu und wird denen ihre Sünden vergeben, die sie bekennen (1. Johannes 1,8-9).

