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Wie kann ich das Evangelium an andere weitergeben?

Diese Frage geht davon aus, dass wir das Evangelium mit anderen Menschen teilen sollten und das zu Recht. Jesus gab den Befehl an seine Jünger, bevor er zu seinem Vater zurückkehrte. Schauen wir uns zunächst an, wie Jesus seinen Befehl, hinauszugehen und zu evangelisieren, formuliert hat: „Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“ (Matthäus 28,18-20).

Diese wenigen Verse lehren uns viel über Evangelisation:

  • Lass dein Zeugnis immer von der Gewissheit eingerahmt sein, dass Christus die ganze Autorität hat und dass er immer bei dir ist, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!
  • Evangelisation sollte zielgerichtet sein, und zwar darauf ausgerichtet, Nachfolger Christi hervorzubringen.
  • Evangelisation sollte zum Inhalt haben, dass wir die Gebote Christi selbst lehren.
  • Evangelisation ist sehr weit gefasst. Denn das Evangelium gilt für alle Völker auf dieser Erde.
  • Und schließlich sollten Menschen, die sich entscheiden, ihr Vertrauen auf Jesus zu setzen, auf den wunderbaren Namen des dreieinigen Gottes getauft werden, als Bestätigung für all das, was Gott im Leben des Gläubigen getan hat und noch tun wird.

Berücksichtige die Lebenswelt des anderen

Wenn du das Evangelium weitergibst, ist es weise, die Lebenswelt des anderen zu berücksichtigen. Versuche immer, auf intelligente und passende Weise zu evangelisieren. Ein großartiges Beispiel dafür ist Paulus auf dem Areopag in Apostelgeschichte 17,15-34. Die Menschen in Athen liebten Diskussionen und den Austausch von neuen Ideen. Paulus versuchte, eine Brücke zu seinen Zuhörern zu schlagen, indem er auf den Altar des unbekannten Gottes hinwies, den er in ihrer Stadt gefunden hatte. Seine Rede oder Predigt war ziemlich philosophisch, was gut zu seinem Publikum passte. Du solltest dich auch darüber im Klaren sein, wie viel dein Publikum bereits weiß. Ein Buddhist hat keine Vorstellung von einem Schöpfergott, also ist es klug, dort anzusetzen. Bei einem jüdischen oder muslimischen Publikum wird es viel mehr Gemeinsamkeiten geben, auf denen du aufbauen kannst.

Versuche, einen Weg der Evangelisation zu finden, der sich mit den Bedürfnissen deiner Gesprächspartnern verbindet. Im säkularisierten und individualisierten Westen scheint die Evangelisation durch den Alpha-Kurs recht gut zu funktionieren. Jeder Abend beginnt mit einer gemeinsamen Mahlzeit und die evangelistischen Bibelstudien finden in einer freundlichen, ungezwungenen Atmosphäre statt. Das könnte genau das sein, wonach sich einsame Menschen sehnen. Wenn du in einer Gesellschaft lebst wo es eng verbundene Gemeinschaften gibt, könntest du versuchen eine Person zu finden, die dich der ganzen Gemeinschaft oder einer ganzen Familie vorstellen könnte.

Eigene Persönlichkeit

Suche nach einem Weg der Evangelisation, der zu deiner eigenen Persönlichkeit passt. Nicht jeder Mensch fühlt sich wohl dabei, das Evangelium öffentlich und mutig zu verkünden. Manche Menschen sind eher wie Andreas, der Bruder des Petrus, der seinen Bruder still und leise Jesus vorstellte (Johannes 1,40-42).

Evangelisation kann sehr schwer sein. Manchmal scheinen die Menschen so unempfänglich, ja sogar feindselig zu sein. Erinnere dich an das Gleichnis von Jesus über die vier verschiedenen Arten von Erde (Lukas 8,4-15). Es gibt Erde mit vielen Steinen darin und es gibt gute, fruchtbare Erde. Sei wie der Bauer, der das Evangelium überall hin gesät hat; Gott wird Frucht geben, wie es ihm gefällt. Probiere verschiedene Wege des Säens aus, lass dich nicht entmutigen, wenn ein bestimmter Ansatz nicht funktioniert.

Bete

Lass dein Zeugnis von Gebet getragen sein (Epheser 6,18-19). Bitte Gott um Führung mit wem und auf welche Weise du sprechen sollst. Erlaube dem Heiligen Geist dich zu führen. Sei bereit Gelegenheiten zu ergreifen, auch wenn sie zu ungünstigen Zeitpunkten auftauchen (Epheser 6,15). Und stelle sicher, dass deine Worte durch einen Lebensstil untermauert werden, der Christus an die erste Stelle setzt!

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Esther Visser

Esther Visser (1972) wurde in Gouda, einer Stadt in Holland, geboren. Sie absolvierte einen zweijährigen Master-Abschluss am Tyndale Theological Seminary in Badhoevedorp, um sich auf das Missionsfeld vorzubereiten. Im Jahr 2000 wurden ihr Mann und sie in Zusammenarbeit mit der OMF und dem GZB als Gemeindegründer nach Thailand entsandt. Sie lebten und arbeiteten dort 15 Jahre lang zusammen mit ihren beiden Kindern. Zurzeit arbeitet Esther als Autorin und Redakteurin für GlobalRize und ist stellvertretende Redaktionsleiterin von De Waarheidsvriend, der Hauszeitschrift des Gereformeerde Bond innerhalb der Evangelischen Kirche der Niederlande. Sie ist auch als Künstlerin aktiv.

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