Wie bringe ich meinem Kind den Glauben bei?

Als Eltern wollen wir das Beste für unsere Kinder. Und als Christen wissen wir, was „das Beste“ ist: Das ewige, glückliche Leben bei Gott. Aber wie können wir unsere Kinder so erziehen, dass sie reife Christen werden und ihr Leben dem Herrn widmen?

Die schockierende Antwort lautet: Wir können es nicht. Ob unsere Kinder einen persönlichen, lebendigen Glauben an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter entwickeln, liegt nicht in unserer Hand. Der Glaube kann nicht von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Unsere Kinder müssen Gottes Angebot der Vergebung selbst annehmen; wir können das nicht für sie tun.

Aber als Eltern haben wir einen großen Einfluss auf unsere Kinder und das bedeutet sowohl eine große Verantwortung als auch eine wunderbare Chance. Auch wenn eine christliche Erziehung keine Garantie für das ewige Leben ist, so ist es doch ein großer Segen für unsere Kinder, in einem christlichen Elternhaus aufzuwachsen. Unsere Erziehung soll sie „in Wort und Tat zu Gott, dem Herrn, hinführen“ (Epheser 6,4).

Kinder über Gott lehren

Das erste, was wir tun sollten, ist, unsere Kinder über Gott zu unterrichten: „Wie aber sollen die Menschen zu Gott rufen, wenn sie nicht an Ihn glauben? Wie sollen sie zum Glauben an Ihn finden, wenn sie nie von Ihm gehört haben? Und wie können sie von Ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Botschaft verkündet?“ (Römer 10,14). Es ist von zentraler Bedeutung, dass unsere Kinder die Wahrheit über die Welt, über sich selbst und über ihren Schöpfer kennen, wie sie uns in der Bibel offenbart wird. Diese Lehre kann von klein auf beginnen, z. B. durch das Lesen biblischer Geschichten, das gemeinsame Singen von Liedern, aber auch dadurch, dass wir Gott in unser tägliches Leben einbeziehen. So wie Gott es den Israeliten befohlen hat:
„Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage! Prägt sie euren Kindern ein! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht. Schreibt euch diese Worte zur Erinnerung auf ein Band und bindet es um die Hand und die Stirn! Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore!“ (5. Mose 6,5-9).

Dieser Unterricht liegt in erster Linie in der Verantwortung der Eltern, kann aber auch von anderen Christen unterstützt werden. Viele Gemeinden bieten Sonntagsschulunterricht an. In einigen Ländern gibt es christliche Schulen und es gibt viele hilfreiche Bücher, Lieder und Bastelideen, die Eltern bei ihrer Aufgabe unterstützen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Eltern selbst neu im Glauben sind oder wenn nur ein Elternteil Christ ist.

Lebendige Beispiele geben

Genauso wichtig wie das Wissen über Gott sind lebendige Beispiele. Die ersten Vorbilder, die ein Kind hat, sind seine eigenen Eltern. Wir müssen vorleben, wie ein Leben mit Gott aussieht. Unsere Kinder werden sicherlich wissen, dass wir nicht perfekt sind — wir können nicht rund um die Uhr den Schein wahren — aber sie sollten wissen, dass wir glaubwürdig sind und dass unser Leben mit unseren Worten übereinstimmt. Sie müssen sehen, wie wir unsere Hoffnung auf Gott setzen, wie wir unsere täglichen Entscheidungen auf die Bibel gründen, wie unsere Prioritäten von Gottes Willen geprägt sind.

Auch hier gilt: Wir Eltern sind nicht die einzigen Vorbilder. Auch andere reife Christen können inspirierende Beispiele sein, vor allem für Teenager, die die Lebensweise ihrer Eltern nicht als selbstverständlich ansehen. Dies ist ein weiterer Grund, warum es so wichtig ist, einer Gemeinde anzugehören! Wie Hebräer 13,7 uns auffordert: „Denkt an die Leiter eurer Gemeinden, die euch Gottes Botschaft weitersagten! Vergesst nicht, wie sie Gott bis zu ihrem Lebensende die Treue gehalten haben. Nehmt euch ihren Glauben zum Vorbild“. Paulus schreibt: „Liebe Brüder und Schwestern, nehmt euch ein Beispiel an mir und an den Menschen, die so leben wie meine Mitarbeiter und ich“ (Philipper 3,17). Er sagt auch zu Timotheus: „Allerdings musst du für die Gläubigen ein Vorbild sein: In allem, was du sagst und tust, in der Liebe, im Glauben und in deinem aufrichtigen Lebenswandel“ (1. Timotheus 4,12). Das ist unsere Aufgabe als Eltern, aber auch als Gemeindemitglieder: Vorbilder zu sein, besonders für Kinder, die vielleicht nicht so viele reife Christen um sich haben.

Kinder zu einem Leben mit Gott erziehen

Bei der Erziehung von Kindern geht es auch darum, gute Gewohnheiten zu schaffen. „Bring dein Kind schon in jungen Jahren auf den richtigen Weg, dann hält es sich auch im Alter daran“ (Sprüche 22,6). Für unser geistliches Leben ist es wichtig, regelmäßig in der Bibel zu lesen, ein gesundes Gebetsleben zu haben, Gottesdienste zu besuchen usw. All dies kann geübt und trainiert werden. Wenn diese Elemente für unsere Kinder „normal“ werden, wird es ihnen viel leichter fallen, dies auch als Erwachsene beizubehalten. Das muss nicht kompliziert sein. Wir können es uns zur Gewohnheit machen, mit unseren Kindern zu beten, bevor sie ins Bett gehen. Sie können sich daran gewöhnen, morgens oder nach den Mahlzeiten in der Bibel zu lesen. Sie können sich uns anschließen, wenn wir in die Kirche gehen und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen genießen. Sie können in den christlichen Dienst an hilfsbedürftigen Menschen, in die Unterstützung der weltweiten Mission oder in evangelistische Einsätze in ihrer Nachbarschaft einbezogen werden. All dies ist eine Art Training in der Nachfolge.

Für Kinder beten

In der Einleitung haben wir erwähnt, dass wir unsere Kinder nicht zu reifen Christen machen können. Sie brauchen persönlichen Glauben und müssen durch den Heiligen Geist wiedergeboren werden. Wir können das nicht bewirken, aber Gott kann es. Deshalb ist es so wichtig für unsere Kinder zu beten. Sie sind in Gottes Händen. „Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten“ (Epheser 6:18). Wir können unsere eigenen Worte im Gebet verwenden oder uns an Bibelversen orientieren. Nutze zum Beispiel diese Liste von 30 Gebeten für deine Kinder von ‚Belebe unsere Herzen‘.

Herr, lass dein Wort in unseren Kindern Frucht tragen, damit auch sie durch Jesus Christus gerettet werden und für immer in Gottes Herrlichkeit sein dürfen (2. Timotheus 2,10).

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