In der Bibel lese ich in 1. Johannes 5,14 ELB: „Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten.“ Aber woher weiß ich, dass ich nach dem Willen Gottes bete?
Als die Jünger Jesu sahen, wie intensiv Jesus im Gebet zu seinem Vater sprach, hatten sie nur noch eine Frage: „Herr, lehre uns beten“ (Lukas 11,1 ELB). In den Augen Jesu war das eine gute Frage. Also ist auch deine Frage eine gute Frage! Wenn du weiterliest, wirst du sehen, wie Jesus seine Jünger das Gebet lehrte, das wir als „das Vaterunser“ kennen. In Matthäus 6,5-13 lernst du auch von Jesus, wie man betet. Ich möchte ein paar Dinge erwähnen: Woher weiß ich, dass ich nach dem Willen Gottes bete?
- Bete ehrlich. Manche Menschen haben damals öffentlich gebetet, um zu zeigen, wie geistlich sie waren. Tue das nicht. Bete in deiner Kammer mit deinem Vater im Himmel. Das bedeutet nicht, dass du nicht in Gebetstreffen beten sollst, aber tue es nie, um andere zu beeindrucken.
- Sprich normal mit deinem Vater. Du musst Gott nicht mit deiner schönen Gebetssprache beeindrucken. Er ist dein Vater. Er liebt dich. Und er weiß, was in deinem Herzen vorgeht. Sprich mit ihm so, wie du mit deinem irdischen Vater sprechen würdest.
- Aber denke auch daran, dass er dein Vater im Himmel ist! Deshalb beginne damit, ihn zu loben: Vater, es geht um deinen Namen, um dein Reich und darum, dass dein Wille geschieht.
- Dann kannst du mit deinen täglichen Bedürfnissen zu ihm kommen. Er ist an dir interessiert und du bist frei, ihn zu bitten. Ich liebe den Vers in Hebräer 4,16 ELB, wo es heißt: „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnaden finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Es ist ein Gnadenthron!! Willkommen vor dem Thron.
- Wir sollten auch um Vergebung bitten. Sei konkret und bitte Gott um Vergebung und um die Kraft des Heiligen Geistes, damit er dir hilft, Sünden zu vermeiden.
- Beten ist schwer, aber gehorchen ist noch schwerer! Denn der Vater sagt zu uns: Ich vergebe dir gerne, aber dann musst du auch anderen verzeihen. Das ist die reine Liebe des Vaters zu dir. Denn wenn wir uns weigern zu vergeben, gibt das dem Teufel die Möglichkeit, uns zu verführen. Deshalb heißt es im Gebet: „Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, sondern befreie uns von dem Bösen.”
- In einigen Versionen des griechischen Originaltextes der Bibel endet das Gebet dort, wo es begonnen hat, mit dem Lobpreis des Vaters: „Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ Und das ist auch ein guter Weg für uns, unsere Gebetszeit mit unserem Vater zu beenden.
Fühle dich frei in deinen Gebeten. Wenn ein bestimmtes Gebet nicht dem Willen Gottes entspricht, wird er dich nicht verurteilen. Aber seine Antwort wird „nein“ oder „noch nicht“ lauten. Nicht weil er zornig ist, sondern weil er weiß, was das Beste für dich ist und was am besten in seine Pläne für dein Leben passt. Mache dich also keine Sorgen, sondern wende dich ruhig an den Thron unseres himmlischen Vaters. Es ist ein Thron der Gnade. Auch für dich!

