Welcher Einfluss hat die Sünde auf uns Menschen?

Als Gott Adam erschuf, gab Er ihm ein Gebot „Von allen Bäumen im Garten darfst du essen, nur nicht von dem Baum, der dich Gut und Böse erkennen lässt. Sobald du davon isst, musst du sterben!“ (1. Mose 2,16‑17)
Aber Adam und Eva haben dieses Gesetz übertreten. Sie sündigten. Aufgrund dieser Sünde verloren unsere ersten Eltern ihre Gerechtigkeit, ihre ursprüngliche Unversehrtheit und ihre Gemeinschaft mit Gott. Dadurch fiel die gesamte Menschheit. Von diesem Moment an wurde unsere menschliche Natur von der Macht des Bösen beeinflusst. Wir haben jetzt eine sündige Natur.
Aber wie sehr beeinflusst uns der Sündenfall?

Unser Zustand ist hoffnungslos

Wir sind von Grund auf verkehrt und völlig verdorben, das heißt, alle unsere Fähigkeiten sind von der Sünde betroffen, so dass wir zu allem Guten unfähig sind und dem Bösen völlig zugeneigt sind. Diese Verdorbenheit betrifft den ganzen Menschen; die Heilige Schrift zeigt, dass der physische Körper und der immaterielle Teil des Menschen ohne Christus verdorben ist.
Siehe zum Beispiel die folgenden Bibelstellen:
1. Der Körper ist verdorben
“Da wir dieses wissen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.” (Römer 6,6 [ELB]) und “Also herrsche nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, um seinen Begierden zu gehorchen.” (Römer 6,12 [ELB])
2. Der Verstand ist verdorben
“Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, verweigerten sie ihm die Ehre und den Dank, die ihm gebühren. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster.” (Römer 1,21)
3. Das Gewissen ist verdorben
“Diese Verführer sind durch und durch verlogen, ihr Gewissen haben sie zum Schweigen gebracht.” (1. Timotheus 4,2).
4. Die Gefühle und Begierden sind verdorben
“Es ist wahr: Wer zu Jesus Christus gehört, der hat sein selbstsüchtiges Wesen mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz geschlagen.” (Galater 5,24)
5. Der Wille ist verdorben
“Das Gesetz ist von Gottes Geist bestimmt. Das wissen wir genau. Ich aber bin nur ein Mensch und der Herrschaft der Sünde ausgeliefert. Ich verstehe ja selbst nicht, was ich tue. Das Gute, das ich mir vornehme, tue ich nicht; aber was ich verabscheue, das tue ich.” (Römer 7,14‑15)
6. Das Herz ist verdorben
“Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.” (1. Mose 6,5 [ELB])

Gott bietet Hoffnung

Das ist die Realität unseres Zustands. Doch Gott sucht uns trotz unseres total verdorbenen Zustandes. Er bietet denen Hoffnung und neues Leben, die sich ihre Sünde vor Gott eingestehen, und auf den stellvertretenden Tod und die Auferstehung Jesu vertrauen. Wir können uns dieses neue Leben nicht verdienen. Es ist ganz und gar unverdiente Gnade Gottes. Deshalb ist die gesamte Erlösung in Christus von Gott. “Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Diese Rettung verdankt ihr allein der Gnade Gottes.” (Epheser 2,4‑5)

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