Sowohl das Alte wie auch das Neue Testament lehren uns, dass Jesus Christus wiederkommen wird, um alle Menschen auf der ganzen Erde zu richten. Eine klare Beschreibung von Jesu Wiederkunft findet sich in Daniel 7,13 (ELBBK): „Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor ihn gebracht.“
Jesus zitierte diesen Bibelvers und bezog ihn auf sich selbst, als er während seiner Gerichtsverhandlung vor dem Hohen Priester stand: „Ich bin es. Und ihr werdet den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen.“ (Markus 14,62 ELBBK)
Das zweite Kommen Jesu wird ganz anders sein
Die Wiederkunft Jesu wird ganz anders sein als sein erstes Kommen in diese Welt. Beim ersten Mal wurde Jesus unter äußerst bescheidenen Umständen geboren und lebte in völliger Ergebenheit gegenüber dem Willen seines Vaters, indem er „sich selbst erniedrigte“ – er war sogar bereit, am Kreuz zu sterben (Philipper 2,6–8).
Doch beim zweiten Mal wird Jesus für alle sichtbar auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit erscheinen (Matthäus 24,30-31), und jedes Auge wird ihn sehen (Offenbarung 1,7). Weil Jesus bis zum Tod gehorsam war und sich bereit erklärte, den Willen seines Vaters auszuführen und so die Erlösung für unzählige Menschen erwarb, hat der Vater beschlossen, ihm den höchsten Namen und die höchste Ehre zu geben sowie das Recht, die Welt in Gerechtigkeit zu richten (Apostelgeschichte 17,31). Dann wird sich jeder vor ihm beugen und bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist (Philipper 2,10-11), einschließlich all derer, die noch nie ihr Vertrauen auf Ihn gesetzt haben, um gerettet zu werden.
Sowohl Jesus als auch Johannes erwähnen, dass dann alle Stämme der Erde trauern werden (Offenbarung 1,7 und Matthäus 24,30), und die meisten Exegeten glauben, dass diese Trauer durch das Gericht verursacht wird und keine Reue ist, die zur Erlösung führt. Dies macht das Kommen Jesu zu einem äußerst ernsten Thema.
Ermutigt euch gegenseitig im Hinblick auf das zweite Kommen Christi
Das bevorstehende Gericht kann Angst auslösen. Demgegenüber schreibt Paulus, dass Gläubige einander gerade angesichts dieses zweiten Kommens Christi ermutigen sollen: 1. Thessalonicher 4,16–18. Paulus schreibt über die Wiederkunft Christi (als würde er die Worte Christi in Matthäus 24,30-31 selbst wiederholen) im Zusammenhang mit der Hoffnung, die wir haben dürfen, wenn Mitgläubige verstorben sind.
Der Moment der Wiederkunft Christi wird für alle, die ihre Hoffnung auf ihn gesetzt haben, wunderbar sein. Schließlich wird er für alle in seiner wahren Gestalt deutlich sichtbar werden, es wird Gerechtigkeit geschehen, und jeder Mann und jede Frau, die an ihn glauben, werden für immer bei ihm sein und ihn preisen, ungehindert durch Krankheit oder Tod. Das ist in der Tat eine Aussicht, die uns ermutigen kann und mit der wir auch einander trösten können. Das ist die Hoffnung für Christen, die derzeit noch mit dem Leid konfrontiert sind, das wir auf dieser Erde ertragen müssen.
Die Zeichen
Obwohl niemand außer Gott dem Vater den Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu kennt (Matthäus 24,36) und obwohl dieser Zeitpunkt plötzlich kommen wird (Matthäus 24,44), nannte Jesus Zeichen, die diesen Zeitpunkt ankündigen: falsche Christusse, Kriege, Hungersnöte, Erdbeben, Gesetzlosigkeit und das Verschwinden der Liebe. Gleichzeitig lehrt Jesus, dass das Evangelium allen Völkern verkündet werden wird und dass dann das Ende kommen wird (Matthäus 24,5-13). Vor der Wiederkunft Christi werden sich Sonne und Mond verfinstern und die Sterne werden vom Himmel fallen (Matthäus 24,29) – das wunderbare Werk von Gottes Schöpfung wird zerfallen und im herrlichen Licht der Wiederkunft Christi verschwinden!
Verkündigung des Evangeliums
Aufgrund der unterschiedlichen Ansichten über die Endzeit ist es wichtig, dass wir uns nicht in allerlei Spekulationen über den Zeitpunkt seiner Wiederkunft verlieren. Vielmehr ist es notwendig, dass wir wachsam sind und jederzeit bereit stehen, Christus zu empfangen, und in der Zwischenzeit das Leben führen, das Gott auf dieser Erde für uns vorgesehen hat. Darüber hinaus sollte die Tatsache, dass niemand genau weiß, wann Jesus wiederkommen wird, jedes Kind Gottes dazu inspirieren, sich voll und ganz für die Verkündigung des Evangeliums einzusetzen.

