Was lehrt Gott uns in den Briefen des Petrus?

Während der ersten Jahrzehnte der Kirchengeschichte wurden viele Briefe an Gemeinden oder Einzelpersonen geschrieben. Der Apostel Petrus schrieb mindestens zwei davon, die in die Bibel aufgenommen wurden. Was möchte Gott uns durch diese Briefe lehren?

Wer war Petrus?

Petrus war einer der Jünger Jesu. Eigentlich hieß er Simon, aber Jesus gab ihm einen neuen Namen (siehe Matthäus 16,18-19). Nach der Auferstehung und Himmelfahrt Christi wurde Petrus der Gemeindeleiter in Jerusalem. Er war aber auch an der Mission außerhalb der Grenzen Israels beteiligt. Deshalb schrieb er diese Briefe aus Rom.

Hintergrund und Zweck der Petrusbriefe

Die Briefe des Petrus sind an verschiedene Gemeinden in Kleinasien adressiert. Diese Gemeinden bestanden hauptsächlich aus nichtjüdischen Christen. In ihrem täglichen Leben wurden diese Gläubigen mit Widerstand und sogar Unterdrückung konfrontiert (1. Petrus 1,6-7; 1. Petrus 2,12; 1. Petrus 4,16). Da Petrus weiß, dass er wahrscheinlich bald sterben und diese Gemeinden nicht mehr persönlich treffen wird, schreibt er ihnen in zwei Briefen über wichtige Glaubensfragen und gibt ihnen Ratschläge. Petrus ermutigt sie, standhaft zu bleiben und daran zu denken, dass Jesus Christus seine herrliche Zukunft verwirklichen wird (z. B. 2. Petrus 4,13-14).

Schaut über das gegenwärtige Leiden hinaus

Petrus konzentriert sich nicht nur auf die spezifischen Probleme seiner Leser. Er beginnt seinen Brief vielmehr mit einer Erinnerung an das Gesamtbild: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unverweslichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr durch Gottes Macht durch Glauben bewahrt werdet zur Errettung, die bereit ist, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“ (1. Petrus 1,3-5 ELB). Das ist eigentlich der wichtigste Ratschlag des Petrus: Er weiß, dass seine Leser leiden, aber er möchte sie daran erinnern, dass dies nur vorübergehend ist. Gläubige müssen sich ihrer neuen Identität und der wunderbaren Zukunft, die sie erwartet, bewusst sein. Und die Verfolgung, die sie erleben, kann ihnen sogar helfen, sich noch mehr auf Jesus zu konzentrieren und ihren Glauben zu vertiefen (1. Petrus 1,6-7).

Lebt wie Gottes heiliges Volk

Petrus ruft seine Leser dazu auf, als Gottes heiliges Volk zu leben: „Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ih“r heilig in allem Wandel! Denn es steht geschrieben: „Seid heilig, denn ich bin heilig“ (1. Petrus 1,15-16 ELB). Das muss sich in Bruderliebe zeigen (1. Petrus 1,22 ELB), „im Ablegen von aller Bosheit und allem Trug und aller Heuchelei und allem Neid und allen üblen Nachreden“ und „begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch“ (1. Petrus 2,1-2 ELB). Wenn Menschen so leben, werden sie als lebendige Steine aufgebaut, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum (1. Petrus 2,5), zur Ehre Gottes. Ein solches Leben wird auch ein Zeugnis für Ungläubige sein – darunter auch der Meister oder Ehemann einer Person (1. Petrus 2:12, 1. Petrus 3:1).

Auch Jesus wurde verfolgt – und er ist der Sieger

In den Kapiteln 3 und 4 ermutigt Petrus seine Leser, treu zu bleiben und Gutes zu tun, selbst inmitten von Leiden. „Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden, als für Bösestun. Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist…“ (1. Petrus 3,17-18 ELB). Jesus weiß, was sie durchmachen. Und in Zukunft werden sie mit ihrem triumphierenden König erhöht werden. Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe (1. Petrus 5,8), aber wenn sie ihm im Glauben widerstehen, wird „…der Gott aller Gnade, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen“ (1. Petrus 5,10 ELB).

Spiegelt Gottes Charakter wider

In seinem zweiten Brief sagt Petrus, dass Gott den Gläubigen kostbare Verheißungen gegeben hat „damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, indem ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Lust…“ (2. Petrus 1,4 ELB). Das heißt; „..und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottseligkeit, in der Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruder liebe aber die Liebe.“ (2 Petrus 1,5-7 ELB). Diese Charakterzüge sind Zeichen geistlichen Wachstums: „Denn wenn diese Dinge bei euch sind und reichlich vorhanden, so stellen sie euch nicht träge noch fruchtleer hin bezüglich der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus“ (2. Petrus 1,8 ELB).

Widersteht Irrlehrern

In Kleinasien gab es Irrlehrer: „… sie sind abgeirrt, da sie den richtigen Weg verlassen haben“ (2. Petrus 2,15). Sowohl ihr Lebensstil wie auch ihre Theologie waren falsch. Sie verdrehten und missbrauchten die Lehre von der christlichen Freiheit. Petrus erinnert seine Leser daran, dass Gott über Sünder richten wird – insbesondere über diejenigen, die es besser wussten (2. Petrus 2,20-22).

Jesus kommt wieder!

Manche Menschen fragten sich, warum Jesus noch nicht zurückgekommen war. Würde er überhaupt wirklich wiederkommen? Ja, sagt Petrus. „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es einige für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.” (2. Petrus 3,9 ELB). An jenem Tag schöpft Gott „neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (2. Petrus 3,13 ELB). Was für eine großartige Aussicht!

Lehren für uns

Die Briefe des Petrus erinnern uns an einige wichtige Wahrheiten:

  • Leben als Christ kann schwierig sein. Wenn du unter Verfolgung leidest, richte deinen Blick auf Jesus. Denke an seine Verheißungen und erwarte seine Zukunft.
  • Das Leben als Christ bedeutet, Gottes Natur widerzuspiegeln, heilig zu leben und so ein Zeugnis für andere zu sein.
  • Sei dir bewusst, dass Jesus wiederkommen wird, sowohl um die Sünder zu richten als auch um seine Verheißungen über einen neuen Himmel und eine neue Erde zu erfüllen.

Möchtest du mehr erfahren?

Wenn du mehr über die Briefe des Petrus erfahren möchtest, kannst du sie natürlich am besten selbst lesen. Du kannst dir auch zwei Einführungsvideos mit dem Titel „Das Bibel Projekt“ ansehen.

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Was lehrt Gott uns in den Briefen des Petrus?

Während der ersten Jahrzehnte der Kirchengeschichte wurden viele Briefe an Gemeinden oder Einzelpersonen geschrieben. Der Apostel Petrus schrieb mindestens zwei davon, die in die Bibel aufgenommen wurden. Was möchte Gott uns durch diese Briefe lehren?

Wer war Petrus?

Petrus war einer der Jünger Jesu. Eigentlich hieß er Simon, aber Jesus gab ihm einen neuen Namen (siehe Matthäus 16,18-19). Nach der Auferstehung und Himmelfahrt Christi wurde Petrus der Gemeindeleiter in Jerusalem. Er war aber auch an der Mission außerhalb der Grenzen Israels beteiligt. Deshalb schrieb er diese Briefe aus Rom.

Hintergrund und Zweck der Petrusbriefe

Die Briefe des Petrus sind an verschiedene Gemeinden in Kleinasien adressiert. Diese Gemeinden bestanden hauptsächlich aus nichtjüdischen Christen. In ihrem täglichen Leben wurden diese Gläubigen mit Widerstand und sogar Unterdrückung konfrontiert (1. Petrus 1,6-7; 1. Petrus 2,12; 1. Petrus 4,16). Da Petrus weiß, dass er wahrscheinlich bald sterben und diese Gemeinden nicht mehr persönlich treffen wird, schreibt er ihnen in zwei Briefen über wichtige Glaubensfragen und gibt ihnen Ratschläge. Petrus ermutigt sie, standhaft zu bleiben und daran zu denken, dass Jesus Christus seine herrliche Zukunft verwirklichen wird (z. B. 2. Petrus 4,13-14).

Schaut über das gegenwärtige Leiden hinaus

Petrus konzentriert sich nicht nur auf die spezifischen Probleme seiner Leser. Er beginnt seinen Brief vielmehr mit einer Erinnerung an das Gesamtbild: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unverweslichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr durch Gottes Macht durch Glauben bewahrt werdet zur Errettung, die bereit ist, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“ (1. Petrus 1,3-5 ELB). Das ist eigentlich der wichtigste Ratschlag des Petrus: Er weiß, dass seine Leser leiden, aber er möchte sie daran erinnern, dass dies nur vorübergehend ist. Gläubige müssen sich ihrer neuen Identität und der wunderbaren Zukunft, die sie erwartet, bewusst sein. Und die Verfolgung, die sie erleben, kann ihnen sogar helfen, sich noch mehr auf Jesus zu konzentrieren und ihren Glauben zu vertiefen (1. Petrus 1,6-7).

Lebt wie Gottes heiliges Volk

Petrus ruft seine Leser dazu auf, als Gottes heiliges Volk zu leben: „Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ih“r heilig in allem Wandel! Denn es steht geschrieben: „Seid heilig, denn ich bin heilig“ (1. Petrus 1,15-16 ELB). Das muss sich in Bruderliebe zeigen (1. Petrus 1,22 ELB), „im Ablegen von aller Bosheit und allem Trug und aller Heuchelei und allem Neid und allen üblen Nachreden“ und „begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch“ (1. Petrus 2,1-2 ELB). Wenn Menschen so leben, werden sie als lebendige Steine aufgebaut, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum (1. Petrus 2,5), zur Ehre Gottes. Ein solches Leben wird auch ein Zeugnis für Ungläubige sein – darunter auch der Meister oder Ehemann einer Person (1. Petrus 2:12, 1. Petrus 3:1).

Auch Jesus wurde verfolgt – und er ist der Sieger

In den Kapiteln 3 und 4 ermutigt Petrus seine Leser, treu zu bleiben und Gutes zu tun, selbst inmitten von Leiden. „Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden, als für Bösestun. Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist…“ (1. Petrus 3,17-18 ELB). Jesus weiß, was sie durchmachen. Und in Zukunft werden sie mit ihrem triumphierenden König erhöht werden. Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe (1. Petrus 5,8), aber wenn sie ihm im Glauben widerstehen, wird „…der Gott aller Gnade, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen“ (1. Petrus 5,10 ELB).

Spiegelt Gottes Charakter wider

In seinem zweiten Brief sagt Petrus, dass Gott den Gläubigen kostbare Verheißungen gegeben hat „damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, indem ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Lust…“ (2. Petrus 1,4 ELB). Das heißt; „..und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottseligkeit, in der Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruder liebe aber die Liebe.“ (2 Petrus 1,5-7 ELB). Diese Charakterzüge sind Zeichen geistlichen Wachstums: „Denn wenn diese Dinge bei euch sind und reichlich vorhanden, so stellen sie euch nicht träge noch fruchtleer hin bezüglich der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus“ (2. Petrus 1,8 ELB).

Widersteht Irrlehrern

In Kleinasien gab es Irrlehrer: „… sie sind abgeirrt, da sie den richtigen Weg verlassen haben“ (2. Petrus 2,15). Sowohl ihr Lebensstil wie auch ihre Theologie waren falsch. Sie verdrehten und missbrauchten die Lehre von der christlichen Freiheit. Petrus erinnert seine Leser daran, dass Gott über Sünder richten wird – insbesondere über diejenigen, die es besser wussten (2. Petrus 2,20-22).

Jesus kommt wieder!

Manche Menschen fragten sich, warum Jesus noch nicht zurückgekommen war. Würde er überhaupt wirklich wiederkommen? Ja, sagt Petrus. „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es einige für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.” (2. Petrus 3,9 ELB). An jenem Tag schöpft Gott „neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (2. Petrus 3,13 ELB). Was für eine großartige Aussicht!

Lehren für uns

Die Briefe des Petrus erinnern uns an einige wichtige Wahrheiten:

  • Leben als Christ kann schwierig sein. Wenn du unter Verfolgung leidest, richte deinen Blick auf Jesus. Denke an seine Verheißungen und erwarte seine Zukunft.
  • Das Leben als Christ bedeutet, Gottes Natur widerzuspiegeln, heilig zu leben und so ein Zeugnis für andere zu sein.
  • Sei dir bewusst, dass Jesus wiederkommen wird, sowohl um die Sünder zu richten als auch um seine Verheißungen über einen neuen Himmel und eine neue Erde zu erfüllen.

Möchtest du mehr erfahren?

Wenn du mehr über die Briefe des Petrus erfahren möchtest, kannst du sie natürlich am besten selbst lesen. Du kannst dir auch zwei Einführungsvideos mit dem Titel „Das Bibel Projekt“ ansehen.

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