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Was ist ein Prophet? Gibt es heute überhaupt noch Propheten?

Die kürzest mögliche Definition eines Propheten ist: „jemand, der Worte Gottes spricht“. Ein Prophet ist also jemand, der von Gott dazu benutzt wird, seine Worte in bestimmten Situationen an Menschen weiterzugeben. Ein Prophet ist kein sündloser Heiliger, sondern ein Mensch, der Fehler machen kann. Propheten fühlen sich gezwungen, Gottes Wahrheit zu sagen, wenn Gott ihnen Worte aufs Herz legt. Ein Prophet wird diese Worte treu weitergeben, ob es nun leicht ist oder nicht. Die meiste Zeit ist es das nicht.

Prophezeiungen für verschiedene Situationen

Obwohl jeder Prophet Worte Gottes spricht, ist die Rolle der Prophetie je nach Situation eine andere. Mose war ein Prophet. Er sprach Worte der Warnung Gottes zum Pharao. Aber er ist vor allem dafür bekannt, dass er dem Volk Israel Gottes Gesetz gab. Jona war ein Prophet. Er sollte die Bewohner einer heidnischen Stadt vor der Zerstörung warnen, die Gott geplant hatte. Sie taten Buße und wurden gerettet. Propheten berichten sowohl über die Gegenwart als auch über die Zukunft. Sie erhalten oft übernatürliche Einsichten vom Heiligen Geist über Dinge, die geschehen werden. Wer wird den Krieg gewinnen? Wie lange wird das Volk im Exil leben? Was wird geschehen, wenn das Volk ungehorsam ist? Aber das auffälligste Merkmal der alttestamentlichen Propheten war die Verheißung des Kommens Jesu, des Messias. Überall in den prophetischen Büchern wird sein Kommen erwähnt, sowohl implizit als auch explizit.

Prophezeiung ist nicht nur etwas für Propheten

Diese Art von Prophezeiungen hörte auf, als Jesus kam und sie erfüllte. Aber das Prophezeien selbst blieb. Man könnte sogar sagen, dass sie häufiger vorkamen. Als der Geist an Pfingsten gegeben wurde, zitierte Petrus den Propheten Joel, um zu erklären, was geschah: „In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume. Auch über meine Knechte und meine Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen, und sie werden weissagen“ (Apostelgeschichte 2,17-18).

Propheten im Neuen Testament

In der neutestamentlichen Kirche gilt die Prophetie als eine der Gaben des Heiligen Geistes. Obwohl nicht alle Gläubigen diese Gabe haben, wird sie eindeutig als üblich angesehen (1. Korinther 12,10; 12,29). Wie im Alten Testament können wir sehen, dass Weissagung dazu benutzt werden kann, ein zukünftiges Ereignis vorherzusagen. Zum Beispiel sagte Agabus eine Hungersnot voraus, die dann auch eintrat (Apostelgeschichte 11,28). Aber das ist nur ein Aspekt der Prophetie. Paulus lehrt, dass die Weissagung eine Gabe ist, die die Gemeinde aufbaut, weil der Prophet Worte Gottes spricht, die stärken, ermahnen und trösten (1. Korinther 14,1-5). Ein weiteres Beispiel für Weissagung im Neuen Testament ist das Buch der Offenbarung. Jesus spricht in Visionen direkt zu dem Apostel Johannes, und dieser schreibt auf, was er sieht und hört. Ein Teil der Weissagung besteht aus Briefen der Ermutigung und Warnung an die Gemeinden. Aber ein großer Teil der Offenbarung handelt von der Zukunft und von dem, was am Ende der Zeit, kurz vor und während der Wiederkunft Jesu, geschehen wird.

Prophetie heute

Gibt es eigentlich immer noch Propheten? Ja, ich glaube schon. Aber wie die Gabe der Heilung und das Reden in Zungen, wird die Gabe der Prophetie nicht allen Gläubigen gegeben und ist nicht etwas, das man durch Übung lernen kann. Sie ist eine Gabe, die nach dem Willen des Geistes gegeben wird. Während in gewissem Sinne alle Gläubigen Worte Gottes sprechen können, ist es Gott selbst, dass bei der Weissagung er die Initiative ergreift, um etwas Bestimmtes zu offenbaren. Die Aufgabe des Propheten ist es nicht, Prophezeiungen zu erfinden, sondern das zu sagen, was Gott ihm oder ihr aufs Herz legt. Es ist dann die Aufgabe der anderen Gemeindeglieder zu prüfen, ob die gesprochenen Worte wirklich vom Heiligen Geist stammen (1. Korinther 14,29; 1. Thessalonicher 5,19-21).

Wahre und falsche Propheten

Neben wahren Propheten lesen wir auch immer wieder von falschen Propheten. Wie können wir sie voneinander unterscheiden? Zunächst einmal sagt die Bibel, dass ein Prophet, der ein Ereignis vorhersagt, das dann nicht eintrifft, ein falscher Prophet ist (5. Mose 18,22). Es gibt zum Beispiel Propheten, die Erweckungen vorhersagen, die nie eintreten. Auch wenn eine Prophezeiung in irgendeiner Weise der Bibel widerspricht, sollten wir sie nicht ernst nehmen (siehe z. B. 1. Johannes 4,1-3 und Römer 16,17-18). Wenn der Prophet von seinem Amt finanziell profitiert, sollten wir ebenfalls vorsichtig sein. Die meisten wahren Propheten in der Bibel wurden verfolgt. Und schließlich sollten wir seine Worte nicht annehmen, wenn der Prophet kein treues christliches Leben führt (Philipper 3,17-19).

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Die kürzest mögliche Definition eines Propheten ist: „jemand, der Worte Gottes spricht“. Ein Prophet ist also jemand, der von Gott dazu benutzt wird, seine Worte in bestimmten Situationen an Menschen weiterzugeben. Ein Prophet ist kein sündloser Heiliger, sondern ein Mensch, der Fehler machen kann. Propheten fühlen sich gezwungen, Gottes Wahrheit zu sagen, wenn Gott ihnen Worte aufs Herz legt. Ein Prophet wird diese Worte treu weitergeben, ob es nun leicht ist oder nicht. Die meiste Zeit ist es das nicht.

Prophezeiungen für verschiedene Situationen

Obwohl jeder Prophet Worte Gottes spricht, ist die Rolle der Prophetie je nach Situation eine andere. Mose war ein Prophet. Er sprach Worte der Warnung Gottes zum Pharao. Aber er ist vor allem dafür bekannt, dass er dem Volk Israel Gottes Gesetz gab. Jona war ein Prophet. Er sollte die Bewohner einer heidnischen Stadt vor der Zerstörung warnen, die Gott geplant hatte. Sie taten Buße und wurden gerettet. Propheten berichten sowohl über die Gegenwart als auch über die Zukunft. Sie erhalten oft übernatürliche Einsichten vom Heiligen Geist über Dinge, die geschehen werden. Wer wird den Krieg gewinnen? Wie lange wird das Volk im Exil leben? Was wird geschehen, wenn das Volk ungehorsam ist? Aber das auffälligste Merkmal der alttestamentlichen Propheten war die Verheißung des Kommens Jesu, des Messias. Überall in den prophetischen Büchern wird sein Kommen erwähnt, sowohl implizit als auch explizit.

Prophezeiung ist nicht nur etwas für Propheten

Diese Art von Prophezeiungen hörte auf, als Jesus kam und sie erfüllte. Aber das Prophezeien selbst blieb. Man könnte sogar sagen, dass sie häufiger vorkamen. Als der Geist an Pfingsten gegeben wurde, zitierte Petrus den Propheten Joel, um zu erklären, was geschah: „In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume. Auch über meine Knechte und meine Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen, und sie werden weissagen“ (Apostelgeschichte 2,17-18).

Propheten im Neuen Testament

In der neutestamentlichen Kirche gilt die Prophetie als eine der Gaben des Heiligen Geistes. Obwohl nicht alle Gläubigen diese Gabe haben, wird sie eindeutig als üblich angesehen (1. Korinther 12,10; 12,29). Wie im Alten Testament können wir sehen, dass Weissagung dazu benutzt werden kann, ein zukünftiges Ereignis vorherzusagen. Zum Beispiel sagte Agabus eine Hungersnot voraus, die dann auch eintrat (Apostelgeschichte 11,28). Aber das ist nur ein Aspekt der Prophetie. Paulus lehrt, dass die Weissagung eine Gabe ist, die die Gemeinde aufbaut, weil der Prophet Worte Gottes spricht, die stärken, ermahnen und trösten (1. Korinther 14,1-5). Ein weiteres Beispiel für Weissagung im Neuen Testament ist das Buch der Offenbarung. Jesus spricht in Visionen direkt zu dem Apostel Johannes, und dieser schreibt auf, was er sieht und hört. Ein Teil der Weissagung besteht aus Briefen der Ermutigung und Warnung an die Gemeinden. Aber ein großer Teil der Offenbarung handelt von der Zukunft und von dem, was am Ende der Zeit, kurz vor und während der Wiederkunft Jesu, geschehen wird.

Prophetie heute

Gibt es eigentlich immer noch Propheten? Ja, ich glaube schon. Aber wie die Gabe der Heilung und das Reden in Zungen, wird die Gabe der Prophetie nicht allen Gläubigen gegeben und ist nicht etwas, das man durch Übung lernen kann. Sie ist eine Gabe, die nach dem Willen des Geistes gegeben wird. Während in gewissem Sinne alle Gläubigen Worte Gottes sprechen können, ist es Gott selbst, dass bei der Weissagung er die Initiative ergreift, um etwas Bestimmtes zu offenbaren. Die Aufgabe des Propheten ist es nicht, Prophezeiungen zu erfinden, sondern das zu sagen, was Gott ihm oder ihr aufs Herz legt. Es ist dann die Aufgabe der anderen Gemeindeglieder zu prüfen, ob die gesprochenen Worte wirklich vom Heiligen Geist stammen (1. Korinther 14,29; 1. Thessalonicher 5,19-21).

Wahre und falsche Propheten

Neben wahren Propheten lesen wir auch immer wieder von falschen Propheten. Wie können wir sie voneinander unterscheiden? Zunächst einmal sagt die Bibel, dass ein Prophet, der ein Ereignis vorhersagt, das dann nicht eintrifft, ein falscher Prophet ist (5. Mose 18,22). Es gibt zum Beispiel Propheten, die Erweckungen vorhersagen, die nie eintreten. Auch wenn eine Prophezeiung in irgendeiner Weise der Bibel widerspricht, sollten wir sie nicht ernst nehmen (siehe z. B. 1. Johannes 4,1-3 und Römer 16,17-18). Wenn der Prophet von seinem Amt finanziell profitiert, sollten wir ebenfalls vorsichtig sein. Die meisten wahren Propheten in der Bibel wurden verfolgt. Und schließlich sollten wir seine Worte nicht annehmen, wenn der Prophet kein treues christliches Leben führt (Philipper 3,17-19).

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