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Was ist die Dreieinigkeit?

Der Begriff Dreieinigkeit wird in der Bibel nicht verwendet. Aber das Konzept ist klar da. Es bedeutet, es gibt einen Gott in drei Personen.

Gott, der Schöpfer und Erhalter des Universums, offenbart sich in der Bibel. Die Bibel sagt uns deutlich, dass es nur einen Gott gibt. „Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!“ (5. Mose 6,4). Gleichzeitig zeigen mehrere Stellen in der Bibel, dass der eine Gott aus mehreren Personen besteht. Das ist für uns schwer zu verstehen. Wir sollten erkennen, dass dies nicht auf einen logischen Widerspruch zurückzuführen ist, sondern auf unsere Grenzen. Dass die Komplexität und Schönheit des Seins Gottes unser Verständnis übertrifft, ist nicht seltsam. Er ist Gott und wir sind Menschen.

Dreieinigkeit in Gott

Wenn wir die Textstellen, die über eine Dreieinigkeit in Gott sprechen, zusammen nehmen, sehen wir, dass es tatsächlich drei Personen gibt. Gott, den Vater, Gott, den Sohn und Gott, den Heiligen Geist. Das nennen wir die Dreieinigkeit. Der Begriff Dreieinigkeit wird in der Bibel nicht verwendet. Aber das Konzept ist klar da. Es bedeutet, es gibt einen Gott in drei Personen.

Im Alten Testament gibt es mehrere Verse, die zwischen Gott, dem Vater und Gott, dem Sohn unterscheiden. Ein klares Beispiel ist Psalm 110,1, wo David sagt: „So spricht Jahwe zu meinem Herrn…“ Da David als König keinen irdischen Herrn hatte, muss er sich hier auf einen himmlischen Herrn beziehen, der sich von Gott, dem Vater unterscheidet. Jesus bestätigt dies, wenn er behauptet, dass dieser Vers von ihm handelt und er sagt damit, dass er der Sohn Gottes ist (Matthäus 22,41-45).

In anderen Versen wird zwischen dem Herrn und seinem Geist unterschieden. Zum Beispiel Jesaja 48,16: „Und nun hat Jahwe, der Herr, mich und seinen Geist gesandt.“ Es ist offensichtlich, dass jemand außerhalb seines Geistes nicht sein kann. Dennoch wird eine Unterscheidung getroffen. Bereits im Alten Testament finden wir Verse, die uns auf Gott, den Vater, Gott, den Sohn und Gott, den Heiligen Geist hinweisen. Gott, der Sohn, ist also nicht mit der Geburt Jesu Christi entstanden. Er ist ewig, genau wie der Vater und der Geist. Aber in Jesus wurde er Fleisch, das heißt Mensch.

Neues Testament

Das Neue Testament macht dies alles viel klarer. Viele Verse lehren uns über die Göttlichkeit Gottes, des Vaters. Ein Beispiel ist 1. Korinther 8,6: „So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alles kommt.“ Viele Verse lehren uns über die Göttlichkeit Gottes, des Sohnes. Ein Beispiel ist Titus 2,13: „…das Sichtbarwerden der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus.“ Viele Verse lehren uns über die Göttlichkeit Gottes, des Heiligen Geistes. Ein Beispiel ist 1. Korinther 6,11: „Aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“
An mehreren Stellen im Neuen Testament werden der Vater, der Sohn und der Heilige Geist nebeneinander erwähnt. In gewisser Weise lässt das keinen Zweifel daran, dass sie gleich und gleichermaßen Gott sind. Zu diesen Stellen gehören:

  • „Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen.“ (Matthäus 28,19)
  • „Diesen Jesus hat Gott auferweckt. Wir alle sind Zeugen davon. Nun hat Gott ihn auf den Platz an seiner rechten Seite erhöht. Dort hat er die vom Vater versprochene Gabe des Heiligen Geistes erhalten und ihn jetzt über uns ausgegossen – wie ihr hier sehen und hören könnt.“ (Apostelgeschichte 2, 32-33)
  • „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2. Korinther 13,14)
  • „Gott, der Vater, hat euch aufgrund seiner Allwissenheit erwählt und durch das Wirken seines Geistes zu geheiligten Menschen gemacht, zu Menschen, die Jesus Christus gehorchen…“ (1. Petrus 1,2)

Wir brauchen alle drei

So offenbart sich Gott in der Bibel als Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Wir brauchen sie alle. Gott, der Vater ist unser Schöpfer. Gott, der Sohn ist unser Retter. Und Gott, der Heilige Geist heiligt uns. Auch wenn wir uns nicht vollständig mit dem Konzept eines Gottes auseinandersetzen können, der drei in einem ist, lasst uns einfach ein Loblied anstimmen:

„Heilig, heilig, heilig, Gott, du bist heilig.“
Im Licht des Morgens dich unser Loblied preist.
Heilig, heilig, heilig, gnädig und barmherzig
ist Gott, der Vater, Sohn und Heil’ger Geist.

„Heilig, heilig, heilig, Gott, du bist heilig.“
Die ganze Welt rühmt diene Herrlichkeit.
Im Ursprung warst du, Ziel und Mitte bist du.
Anbetung dir, heil’ge Dreifaltigkeit.

Marten Visser

Marten Visser (1971) erlebte während seiner Kindergartenzeit eine Berufung des Herrn, Missionar zu sein. Er erhielt einen M.Div., einen Th.M. in Missiologie, einen M.A. in Kulturanthropologie und einen Doktortitel in Theologie. Im Jahr 2000 wurde er zusammen mit seiner Frau Esther Gemeindegründungsmissionar in Thailand bei der OMF. Im Jahr 2015 kehrte er in die Niederlande zurück, und gründete GlobalRize. Er ist weiterhin als Leiter der Evangelisation für GlobalRize tätig.

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