Warum nennen die Christen Gott “Vater”?

Warum wird Gott “Vater” genannt?

Die einfache Antwort ist, weil die Heilige Schrift Gott so nennt. Jesus lehrt uns zum Beispiel im Vaterunser zu sagen: “Unser Vater…” (Matthäus 6,9) Es ist aber auch gut und hilfreich, ein wenig tiefer zu gehen. Warum nennt die Heilige Schrift Gott “Vater”? Diese Frage führt uns zu der Frage: Wer ist Gott, und wie ist Er?

Jesus, das Wort, ist Gott

In Johannes 1,1-2 steht: “Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott.” Mit anderen Worten: Vor der Schöpfung gab es Gott und das Wort – beide sind Gott, und doch sind sie auch voneinander verschieden. In Johannes 1,14 heißt es, dass “das Wort Fleisch wurde”, ein Hinweis auf die Inkarnation Jesu, als Jesus als Mensch geboren wurde. Daher ist Jesus, das Wort, Gott.
In Johannes 5 bezeichnet sich Jesus dann als “der Sohn”, und Er spricht auch von seinem “Vater” (5,19-23), ein Hinweis auf Gott (5,18). Warum also wird Gott Vater genannt? Weil er das ist, was er von Ewigkeit her ist: Gott ist von Ewigkeit her Vater und von Ewigkeit her Sohn (und auch von Ewigkeit her der Heilige Geist, Johannes 15,26).

Dreieinigkeit

Die Lehre, wer Gott ist, wird “die Dreieinigkeit” genannt. Der Begriff Dreieinigkeit ist ein nützliches Wort, das sich auf den Gott der Bibel bezieht, d. h. auf einen einzigen Gott, der in drei verschiedenen Personen existiert.
Zu sagen, Gott sei der Vater, ist also technisch nicht korrekt. Es ist besser zu sagen, dass Gott aus drei Personen besteht, von denen eine der Vater ist (Gott selbst ist Vater, Sohn und Heiliger Geist). Die Bibel spricht von “dem Vater”, weil Er das auch ist: Er ist der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 1,3)

Gott möchte unser Vater sein

Aber wunderbarerweise ist der Vater nicht nur der Vater seines Sohnes, Jesus Christus. Wir können seine Kinder werden, das heißt, auch wir können Gott “unser Vater” nennen. Im Alten Testament, als Gott Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreien wollte, sagte Er: “So spricht der HERR: Das Volk Israel ist mein erstgeborener Sohn…” (2. Mose 4,22) Gott nennt Israel also seinen Sohn! Im Alten Testament sehen wir jedoch, dass Israel kein guter Sohn war, vielmehr waren sie ein rebellischer, ungehorsamer Sohn (z.B. Psalm 106,7; 106,43; Jesaja 1,2; Hesekiel 2,5).
Deshalb sammelt Gott ein neues Volk für sich, das sowohl Juden als auch Nicht-Juden umfasst (Markus 12,1-12). In Galater 4,4-7 lesen wir: “Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. Christus wurde wie wir als Mensch geboren und den Forderungen des Gesetzes unterstellt. Er sollte uns befreien, die wir Gefangene des Gesetzes waren, damit wir zu Kindern Gottes werden und alle damit verbundenen Rechte empfangen konnten. Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!« Ihr seid also nicht länger Gefangene des Gesetzes, sondern Söhne und Töchter Gottes. Und als Kinder Gottes seid ihr auch seine Erben, euch gehört alles, was Gott versprochen hat.”

Das ist die wunderbar gute Nachricht des Christentums. In Vers 3 beginnt Paulus mit der Feststellung, dass die Galater Sklaven dieser Welt waren. Aber dann sandte Gott seinen Sohn (Jesus) in die Welt. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus ein Volk für sich erlöst und es in seine Familie aufgenommen; das bedeutet, dass auch sie Kinder Gottes sind, mit Gott als ihrem Vater. Deshalb können sie Gott als “Abba! Vater!” anrufen, da sie nicht mehr Sklaven, sondern Söhne (Kinder) Gottes sind.
Das ist wirklich eine herrliche Nachricht: dass wir mit dem Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, der uns geschaffen hat und dem wir gehören, wieder in Einklang gebracht werden können und dass wir Ihn Vater nennen und seine Kinder sein dürfen!

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Warum nennen die Christen Gott “Vater”?

Warum wird Gott “Vater” genannt?

Die einfache Antwort ist, weil die Heilige Schrift Gott so nennt. Jesus lehrt uns zum Beispiel im Vaterunser zu sagen: “Unser Vater…” (Matthäus 6,9) Es ist aber auch gut und hilfreich, ein wenig tiefer zu gehen. Warum nennt die Heilige Schrift Gott “Vater”? Diese Frage führt uns zu der Frage: Wer ist Gott, und wie ist Er?

Jesus, das Wort, ist Gott

In Johannes 1,1-2 steht: “Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott.” Mit anderen Worten: Vor der Schöpfung gab es Gott und das Wort – beide sind Gott, und doch sind sie auch voneinander verschieden. In Johannes 1,14 heißt es, dass “das Wort Fleisch wurde”, ein Hinweis auf die Inkarnation Jesu, als Jesus als Mensch geboren wurde. Daher ist Jesus, das Wort, Gott.
In Johannes 5 bezeichnet sich Jesus dann als “der Sohn”, und Er spricht auch von seinem “Vater” (5,19-23), ein Hinweis auf Gott (5,18). Warum also wird Gott Vater genannt? Weil er das ist, was er von Ewigkeit her ist: Gott ist von Ewigkeit her Vater und von Ewigkeit her Sohn (und auch von Ewigkeit her der Heilige Geist, Johannes 15,26).

Dreieinigkeit

Die Lehre, wer Gott ist, wird “die Dreieinigkeit” genannt. Der Begriff Dreieinigkeit ist ein nützliches Wort, das sich auf den Gott der Bibel bezieht, d. h. auf einen einzigen Gott, der in drei verschiedenen Personen existiert.
Zu sagen, Gott sei der Vater, ist also technisch nicht korrekt. Es ist besser zu sagen, dass Gott aus drei Personen besteht, von denen eine der Vater ist (Gott selbst ist Vater, Sohn und Heiliger Geist). Die Bibel spricht von “dem Vater”, weil Er das auch ist: Er ist der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 1,3)

Gott möchte unser Vater sein

Aber wunderbarerweise ist der Vater nicht nur der Vater seines Sohnes, Jesus Christus. Wir können seine Kinder werden, das heißt, auch wir können Gott “unser Vater” nennen. Im Alten Testament, als Gott Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreien wollte, sagte Er: “So spricht der HERR: Das Volk Israel ist mein erstgeborener Sohn…” (2. Mose 4,22) Gott nennt Israel also seinen Sohn! Im Alten Testament sehen wir jedoch, dass Israel kein guter Sohn war, vielmehr waren sie ein rebellischer, ungehorsamer Sohn (z.B. Psalm 106,7; 106,43; Jesaja 1,2; Hesekiel 2,5).
Deshalb sammelt Gott ein neues Volk für sich, das sowohl Juden als auch Nicht-Juden umfasst (Markus 12,1-12). In Galater 4,4-7 lesen wir: “Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. Christus wurde wie wir als Mensch geboren und den Forderungen des Gesetzes unterstellt. Er sollte uns befreien, die wir Gefangene des Gesetzes waren, damit wir zu Kindern Gottes werden und alle damit verbundenen Rechte empfangen konnten. Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!« Ihr seid also nicht länger Gefangene des Gesetzes, sondern Söhne und Töchter Gottes. Und als Kinder Gottes seid ihr auch seine Erben, euch gehört alles, was Gott versprochen hat.”

Das ist die wunderbar gute Nachricht des Christentums. In Vers 3 beginnt Paulus mit der Feststellung, dass die Galater Sklaven dieser Welt waren. Aber dann sandte Gott seinen Sohn (Jesus) in die Welt. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus ein Volk für sich erlöst und es in seine Familie aufgenommen; das bedeutet, dass auch sie Kinder Gottes sind, mit Gott als ihrem Vater. Deshalb können sie Gott als “Abba! Vater!” anrufen, da sie nicht mehr Sklaven, sondern Söhne (Kinder) Gottes sind.
Das ist wirklich eine herrliche Nachricht: dass wir mit dem Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, der uns geschaffen hat und dem wir gehören, wieder in Einklang gebracht werden können und dass wir Ihn Vater nennen und seine Kinder sein dürfen!

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